Leipziger Zoo

Leipziger Zoo

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden



Der Leipziger Zoo wurde am 9. Juni 1878 vom Leipziger Gastwirt Ernst Pinkert (1844–1909) als privater zoologischer Garten am Ratsgut Pfaffendorf (23. Zoo Europas) gegründet. Pinkert war seit 1873 Inhaber des Restaurants Zum Pfaffendorfer Hof und stellte seit 1876 mit seinem Partner, dem Hamburger Tierhändler Carl Hagenbeck, exotische Tiere als öffentliche Attraktion aus. In diesem Jahr wurde auch mit dem Bau des alten Raubtierhauses begonnen, das bis in die 1990er Jahre bestand. Im noch jungen Leipziger Zoo wurde erstmals in Deutschland ein Borneo-Orang-Utan der Öffentlichkeit gezeigt. 1883 wurde das Zoogebiet auf drei Hektar erweitert. Von der Gründung des Zoos bis 1931 fanden auf dem Gelände des Leipziger Zoologischen Gartens rund 40 Völkerschauen statt. Pinkert errichtete eine „Volkswiese“ zwischen dem Raubtierhaus und dem Robbenbecken. Später ließ er daneben eine Völkerbühne mit Dschungelkulisse aufstellen. Die Ausstellung von Menschen aus fremden Völkern, darunter Kalmücken, Kirgisen und Suaheli, wurde ein wesentlicher Bestandteil des Zoos. 1894 entwickelte Pinkert die Show „Living Pictures“. Eine Gruppe von Suaheli hat bekannte Gemälde nachgebaut, darunter die „Mohren-Wäsche“ von Carl Joseph Begas. 1897 stellte der Leipziger Zoo nackte samoanische Frauen aus, von denen auch der damals 14-jährige Joachim Ringelnatz beeindruckt war. Am 1. Januar 1899 wurde die Privatgesellschaft in die Aktiengesellschaft Zoologischer Garten zu Leipzig umgewandelt. Das neue Geld ermöglichte den Bau des neuen Raubtierhauses, des Affenhauses und des Verwaltungsgebäudes in den Jahren 1900/01. Ernst Pinkert starb am 28. April 1909. Sein Nachfolger war der Westfälische Johannes Gebbing, der mit dem Bau des Aquariums (1910) und dem Anbau des Terrariums (1913) auch neue Arten in den Leipziger Zoo brachte. Der Erste Weltkrieg brachte den Zoo in Bedrängnis. Viele Mitarbeiter, darunter auch der Zoo-Direktor Johannes Gebbing, wurden zum Militärdienst eingezogen. Fleisch, Getreide und Brot wurden rationiert und eine große Anzahl von Tieren starb an Unterernährung oder wurde an hungernde städtische Bevölkerungsgruppen verfüttert. Das Ergebnis war eine große Anzahl verwaister Gehege und ein dramatischer Rückgang der Besucherzahlen. Fast alle Gebiete waren von Engpässen geprägt. In den letzten zwei Kriegsjahren wurde das Restaurant zu einer Kaserne und der Konzertgarten zu einem Exerzierplatz, und viele Gebäude gingen weiter zurück. Im November 1918 war die Aktiengesellschaft mit 770.000 Mark verschuldet. Am 1. Januar 1920 wurde der zoologische Garten dem Immobilienbüro der Stadt Leipzig unterstellt, um zumindest das Nötigste schnell zu reparieren. Die Ausleihe von Tieren an Filmproduktionen, bei denen sogar der Direktor des Zoos eine Rolle spielte, damit die Tiere jemandem vertrauen konnten, erwies sich als neue Einnahmequelle. Zwischen 1920 und 1935 wurde das Gebiet auf 12,5 Hektar erweitert. Der Architekt Carl James Bühring, der ab 1924 nach seiner Tätigkeit als Leipziger Stadtplanungsbeauftragter als Freiwilliger für den Zoo tätig war, fügte dem Wegesystem zwei große Achsen hinzu und baute zahlreiche noch für den Leipziger Zoo typische Gebäude nach der Klinkerbauweise das ist typisch für ihn. Unter anderem wurden das Dickhäuterhaus (1926) und das Bärenschloss (1929) sowie terrassenartige Außenanlagen für die Großkatzen des neuen Raubtierhauses gebaut. Das Rhesus- und Paviangehege folgte 1934 mit dem Pinguingehege auf der Rückseite. Der Tierkindergarten besteht seit 1935. Am 20. Mai 1926 wurde das von Hubert Ritter erbaute Planetarium eröffnet; Das Gebäude an der Ecke Pfaffendorfer Straße / Kickerlingsberg, das sich auf dem Gelände des Zoos befindet, aber von außen zugänglich ist, wurde nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut. Der kriegsbedingte Zoologische Garten wurde am 6. Mai 1945 wiedereröffnet und 1947 auf 16 Hektar vergrößert. 1973 wurde dem Leipziger Zoologischen Garten die Verantwortung für das internationale Tigerzuchtbuch übertragen erscheint jährlich seit 1976 und ist eine der umfangreichsten für eine gefährdete Art. Mit 342 Geburten von Amur-Tigern in 50 Jahren ist der Leipziger Zoo der erfolgreichste Züchter. 1976 wurde das Zoo-Schaufenster fertiggestellt, das aus drei großen Freiflächen für Rinder, kamelähnliche und südamerikanische Tiere besteht, die als breites Grabensystem eine wandfreie Abgrenzung bilden und sich gleichzeitig nahtlos in die Landschaft von integrieren das benachbarte Rosental. Der Zoo umfasste jetzt 22,5 Hektar. Das Affenhaus wurde am 23. Juni 1982 eröffnet und 1999 im Rahmen der Bauarbeiten für Pongoland abgerissen. 1986 richtete der Zoo das Internationale Zuchtbuch für die Anoas ein, das seitdem vom wissenschaftlichen Personal des Zoos geführt wird. # zooleipzig # leipzig.

Youtube-Link

Auch interessant

Elberadweg Teil 11: Von Bad Schmiedeberg nach Leipzig

Elberadweg Teil 11: Von Bad Schmiedeberg nach Leipzig

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.Mehr erfahren Video laden YouTube …

Schreibe einen Kommentar

How to whitelist website on AdBlocker?