Geheimnis über den Leipziger Schwemmwald 2021 gelüftet – Stadt Leipzig

Heiko Rosenthal – Abteilungsleiter und Stellvertreter für Umwelt, Klima, Ordnung und Sport:

Liebe Freunde des Leipziger Auwaldes,

Jedes Jahr feiern wir am 16. April den Tag des Leipziger Auwaldes. Leider muss ich Sie dieses Jahr nur virtuell begrüßen. Trotzdem wollen wir 2021 noch die Leipziger Auwaldpflanze des Jahres wählen, und das werde ich auch heute tun. Bevor ich jedoch dazu komme, möchte ich unsere Aufmerksamkeit auf die Situation in unserem Leipziger Auenwald lenken.

Er war in den letzten Jahren sehr gestresst von Hitze und Dürre. Aschensterben und Rußrindenkrankheit sind ein Problem für ihn. Deshalb arbeiten wir in der Stadt Leipzig intensiv am Auenkonzept und an der Wiederbenetzung. Typische Projekte hierfür sind die „Lebendige Luppe“ oder die „Paußnitzflutung“. Und ich hoffe und wünsche, dass andere Partner, insbesondere die Staudammverwaltung, ihre eigenen Projekte zur Wiederbenetzung umsetzen.

In diesem Jahr möchten wir, insbesondere zum Gedenken an die Situation, eine alluviale Waldpflanze wählen, die gleichbedeutend mit der Tatsache ist, dass der alluviale Wald unter Stress steht. Die Leipziger Auwaldpflanze des Jahres ist die Esche! Anschließend berichten die Kollegen Rolf Engelmann und Mathias Scholz darüber, welche Besonderheiten es hat und welche Auswirkungen es hat.

Trotzdem wünsche ich uns allen gute Begegnungen und Spaziergänge durch unseren Leipziger Auenwald. Ich hoffe, wir sehen uns auf der Leipziger Naturschutzwoche.

Dein Heiko Rosenthal

Mathias Scholz – Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ:

Hallo, ich heiße Mathias Scholz. Ich arbeite am UFZ und arbeite seit vielen Jahren mit Auen. Ich freue mich sehr, Sie im Leipziger Auenwald zu sehen. Der Leipziger Schwemmwald ist etwas wirklich Fantastisches. Wir sind hier im größten innerstädtischen Hartholz-Auenwald Deutschlands.

Der Hartholz-Auenwald ist eines der artenreichsten Waldökosysteme in Mitteleuropa. Hier gibt es unter anderem mehr als 30 Holzarten. Neben der Eiche die Ulme und auch die Esche.
Und die Asche – deshalb bin ich umso glücklicher – ist zur Leipziger Auwaldart des Jahres 2021 geworden.

Wir sind hier im Naturschutzgebiet Burgaue, Teil des Leipziger Auenwaldes. Etwa 40 Prozent der Baumpopulation werden von der Asche aufgenommen. Hier ist ein sehr schönes Exemplar, fast 30 Meter hoch. Und das Schöne hier in der Burgaue ist, dass der alluviale Waldkran des iDiv hier ist. Und mein Kollege Rolf Engelmann bringt Sie jetzt in die Baumwipfel.

Rolf A. Engelmann – Deutsches Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig:

Wir sind jetzt hier in den Baumwipfeln, in der Gondel des Leipziger Schwemmwaldkrans. Der Schwemmwaldkran Leipzig ist eine Forschungsplattform des iDiv-Forschungszentrums. Hier führen wir eine ganze Reihe von Beobachtungen und Experimenten durch, um den Leipziger Auenwald besser zu verstehen. Der alluviale Waldkranich ist natürlich auch eine gute Möglichkeit, die Eschen hier oben genauer zu betrachten.

Wir sehen jetzt, Anfang April, dass diese Asche in voller Blüte steht. Wir sehen hier die männlichen Blüten, die den Pollen wunderschön entwickeln. Und wenn Sie ein wenig wackeln, können Sie auch sehen, wie der Pollen dort herausfällt. Es ist eine windblühende Art, die windbestäubt ist, wo der Pollen vom Wind verbreitet wird.

Sehr schön zu sehen ist auch, wie eine Esche gebaut wird. Die Esche ist eine der wenigen Baumarten bei uns, die gegenüberliegende Blätter haben. Natürlich sieht man das im April nicht, sie werden noch kommen. Aber auch die Zweige sind, wie Sie sehr schön sehen können, gegenüberliegend.

Die tiefschwarzen, sehr großen Knospen sind auch ein schönes Merkmal der Asche, wie sie auch genannt wird. So können Sie diese Eschenart leicht von anderen Eschen unterscheiden.

Was Sie hier oben auch sehr schön sehen können, ist eine Krankheit, mit der die Asche hier in der Region Leipzig seit rund 10 Jahren zu kämpfen hat. Und das ist die Krankheit, die als Aschensterben bekannt ist. Das erste Symptom oder eines der ersten Symptome, die beobachtet werden können, ist, dass diese Endäste oder Endtriebe, wie sie auch genannt werden, in den Eschen absterben. Was Sie hier auf diesem Ast sehr schön sehen können. Hier in der Mitte ist diese letzte Fahrt vollständig ausgestorben. Wenn Sie hier etwas näher kommen, bricht es sehr leicht ab. Und diese jährlich wiederkehrende Infektion führt dann dazu, dass der Baum immer mehr geschwächt wird, was wiederum dazu führt, dass andere Schädlinge oder Organismen den Baum weiter infizieren. Zum Beispiel andere Arten von Pilzen oder Borkenkäfern, die dann diese Bäume angreifen, die durch das Absterben der Asche geschwächt wurden. Besonders auffällig sind diese Borkenkäfer, der Befall. Wir können uns das noch einmal unten auf dem Waldboden ansehen.

Engelmann: Und jetzt stehen wir hier am Fuße einer Esche. Und hier kann man sehr gut ein sehr typisches Schadensmuster beobachten, das durch Borkenkäfer verursacht wird, die die Rinde der Asche durchbohren und angreifen und das später von den Spechten gehackt wird. Dies ist derzeit bei einer Vielzahl von Eschen im Stadtgebiet sehr gut zu beobachten.

Scholz: Im Projekt Lebendige Luppe haben wir uns inzwischen über 1.000 Eschen angesehen.
Seit sechs Jahren und haben festgestellt, dass fast die Hälfte der Eschen so aussehen, sind befallen. Und was bedeutet das für uns?

Wir hatten extrem trockene Jahre, die sehr von Dürre geprägt waren und diesen Prozess wahrscheinlich verschlimmerten. Wir kommen zu dem Schluss, dass wir so schnell und schnell wie möglich mit den Revitalisierungsmaßnahmen beginnen sollten, die im Kontext von Lebendige Luppe und darüber hinaus diskutiert werden.

Ansonsten möchte ich Sie auch einladen, sich diese Eschen bei einem der geplanten Ausflüge mit uns anzusehen.

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