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So sieht es in den deutschen Nachbarländern aus

Brüssel. Trotz aller Appelle aus Brüssel: Ein gemeinsamer europäischer Weg kann in der Corona-Krise nicht entdeckt werden. Selbst ein Jahr nach Beginn der Pandemie machen die Regierungen der einzelnen Staaten ihr eigenes Ding, wenn es um Sperrungen und Lockerungen geht. Was der Kampf gegen die dritte Viruswelle in Europa gemeinsam hat, ist die Sorge, dass die Impfkampagnen langsamer sind als die Ausbreitung der Virusmutationen.

So sieht es in unseren Nachbarländern und in beliebten Urlaubszielen für Deutsche aus:

Corona Situation in Frankreich

In Frankreich ist die 14-Tage-Inzidenz derzeit höher als in Deutschland. Insbesondere in der Moselregion ist die Zahl der Infektionen in den letzten Tagen gestiegen. Die Einreise in die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland ist nur mit negativen Tests möglich.

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Inzidenzwerte und Co. – Kristina Dunz, stellvertretende Leiterin des RND-Hauptstadtbüros, klassifiziert die Ergebnisse des Corona-Gipfels im Videointerview. © RND

Geschäfte und Schulen in Frankreich sind geöffnet, Restaurants und kulturelle Einrichtungen sind geschlossen. Es gibt auch eine Ausgangssperre ab 18 Uhr. Vor allem die Wirtschaft übt großen Druck auf Präsident Emmanuel Macron aus, keine noch strengeren Maßnahmen anzuordnen. Macron scheint das auch vermeiden zu wollen. Denn nächstes Jahr finden Präsidentschaftswahlen statt, und die Regierung ist sehr besorgt, dass die Rechtsextremisten unter Marine Le Pen von den unpopulären Anti-Korona-Regeln profitieren werden.

Corona-Situation in Belgien / Niederlande

Die niederländische Regierung verhängte Ende Januar von 21.00 bis 4.30 Uhr eine Ausgangssperre, um die Ausbreitung der britischen Virusvariante einzudämmen. Dagegen gab es zunächst gewalttätige Proteste, die zu echten Straßenschlachten wurden. Die Ausgangssperre wurde kürzlich bis zum 15. März verlängert.

Seit Anfang November gibt es in Belgien fast ununterbrochen Kontaktbeschränkungen. Masken müssen auch im Freien getragen werden, die Öffnungszeiten der Geschäfte sind begrenzt. Unnötige Auslandsreisen sind ebenfalls verboten. Die Einschränkungen haben inzwischen die Anzahl der Infektionen gesenkt. Aber seit einigen Tagen steigen die Zahlen wieder und mehr Menschen müssen wieder im Krankenhaus behandelt werden. Deshalb will die belgische Regierung frühestens Ende dieser Woche nicht über eine Lockerung sprechen.

Corona Situation in Österreich

Obwohl die Koronazahlen steigen, setzt Österreich auf regionale Lockerung. Dies betrifft zunächst ab dem 15. März das westliche Bundesland Vorarlberg. Dort sollten Gastwirte auch in der Lage sein, Gäste in Innenräumen zu unterhalten. Es muss jedoch ein negativer Koronatest eingereicht werden. Außerdem sollten Kinder und Jugendliche mehr Sport zusammen treiben dürfen. Die Wiener Regierung hat noch keine Details bekannt gegeben.

Ab dem 27. März sollte es im Rest des Landes wieder möglich sein, zumindest im Freien zu speisen. Die Hotels sollen im April wiedereröffnet werden. Die österreichische Bundesregierung hat die Geschäfte vor drei Wochen wieder eröffnet.

Corona Situation in Italien

Die Koronasituation hat sich in letzter Zeit erneut verschlechtert, insbesondere im Süden des Landes. Aus diesem Grund gibt es seit Anfang der Woche eine Sperrung in den Regionen Basilikata und Molise. Andererseits können die Menschen auf der Mittelmeerinsel Sardinien auf mehr Normalität hoffen. Die Insel ist seit Montag eine weiße Zone, in der nur wenige Infektionen registriert sind. Das öffentliche Leben sollte schrittweise geöffnet werden. Selbst in den sogenannten gelben Zonen mit weniger Infektionen sollten Theater und Kinos ab dem 27. März wieder für ein eingeschränktes Publikum geöffnet werden dürfen. Schulen in den Risikogebieten der roten Zonen werden dagegen wieder geschlossen.

Corona Situation in Spanien

Auf der Baleareninsel Mallorca sieht es derzeit am besten aus. Nach einer obligatorischen Pause von sieben Wochen dürfen die Restaurants wieder Gäste empfangen – allerdings nur im Freien. Die Bars müssen um 17 Uhr wieder schließen. Im übrigen Spanien gelten regional unterschiedliche Koronaregeln. Die einzige Einschränkung, die im ganzen Land gilt, ist die nächtliche Ausgangssperre. Andernfalls können die Regierungen der 17 Regionen des Landes selbst entscheiden, welche Bedingungen auferlegt werden sollen. Sie sind in der Regel entgegenkommender als die Behörden in Deutschland.

Corona Situation in Dänemark

Da die Zahl der Infektionen seit Ende letzten Jahres stark zurückgegangen ist, ändert Dänemark seine Sperrbestimmungen. Seit Anfang der Woche dürfen Einzelhandelsgeschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 5000 Quadratmetern wiedereröffnet werden, sofern sie sich nicht in einem Einkaufszentrum befinden. In größeren Geschäften müssen Kunden ein Zeitfenster buchen, um dort einkaufen zu können.

Corona-Situation in der Tschechischen Republik

Die Tschechische Republik weist die höchste Neuinfektionsrate aller EU-Länder auf. Aus diesem Grund wurde die Sperrung Anfang des Monats erneut verschärft. In den ersten drei Wochen dürfen die Menschen den Bezirk, in dem sie leben, nur in Ausnahmefällen verlassen. Dazu gehören Fahrten zur Arbeit, Arztbesuche oder Besorgungen bei den Behörden.

Spaziergänge und Sport sind nur in der eigenen Gemeinde erlaubt, Besuche bei Verwandten sind verboten. Nur Geschäfte, die wichtige Artikel wie Lebensmittel und Medikamente anbieten, sind noch geöffnet.

Die Regierung in Prag plant, mehr als 25.000 Polizisten und bis zu 5.000 Soldaten zur Überwachung der Regeln einzusetzen. Wer die Sperrbestimmungen missachtet, muss eine Geldstrafe von mehr als 400 Euro zahlen.

Corona Situation in Polen

Die tägliche Zahl der Neuinfektionen ist im östlichen Nachbarland Deutschlands mit durchschnittlich 10.000 Fällen derzeit sehr hoch. Aus diesem Grund hat die Regierung in Warschau seit dem Wochenende erneut eine harte Sperrung angeordnet. Die Skigebiete sind jedoch noch geöffnet. Kinos, Theater und Hotels durften den Betrieb mit einer Kapazität von 50 Prozent wieder aufnehmen. Es ist derzeit unklar, ob die steigenden Zahlen zu einer erneuten Verschärfung der Regeln führen werden.

Corona-Situation in Großbritannien

Das Brexit-Land hat nicht nur alle Brücken zur EU abgerissen, es geht auch seinen eigenen Weg im Kampf gegen Corona. Großbritannien hat sich verpflichtet, den Menschen so bald wie möglich mindestens die erste Impfstoffdosis zu verabreichen. Ende Februar lebten bereits 20 Millionen Menschen. Dies sollte die Anzahl der Neuinfektionen sowie die Anzahl der Krankenhauseinweisungen und Todesfälle verringern.

Am 8. März sollen die Kinder wieder zur Schule gehen. Drei Wochen später sollten sich die Menschen in kleinen Gruppen wieder für Outdoor-Sportarten treffen können. Geschäfte und Friseure sind bis zum 12. April geschlossen. Danach dürfen Pubs und Restaurants auch im Freien wieder öffnen. Ab dem 17. Mai sollen Theater und Kinos wieder geöffnet werden. Die letzte Phase der schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen soll am 21. Juni stattfinden, wenn alle Beschränkungen des Sozialverhaltens aufgehoben werden sollen.

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien. © Quelle: Paul Grover / Daily Telegraph / PA W.

Der Lockerungsplan ist jedoch nicht in Stein gemeißelt. Es sollte an den Infektionsprozess angepasst werden. Wenn zum Beispiel die Zahlen wieder steigen, weil sich Virusvarianten ausbreiten, kann es auch zu Verzögerungen bei den Öffnungen kommen.

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