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Einreisebestätigung für 25 Euro: Polizei warnt vor Betrug

Bei der Koronapandemie warnt die Polizei vor möglichem Betrug bei der digitalen Registrierung von Reisen nach Deutschland. Nach Angaben des Bayerischen Landeskriminalamtes wurden im Freistaat mehrere Fälle gemeldet, in denen Reisende eine angebliche Registrierung über ein privates Internetportal bezahlt haben, ohne dass ihre Daten an die deutschen Behörden weitergegeben wurden. Die Zahl der Fälle lag bisher im einstelligen Bereich, sagte ein Sprecher.

Unter anderem landete ein 34-Jähriger Ende Januar am Flughafen Memmingen mit einer Bescheinigung, die die Voraussetzungen für die Einreise nicht erfüllte. Die Frau war nicht bei den deutschen Behörden registriert, obwohl sie laut Polizeiberichten 25 Euro für die angebliche Registrierung auf einem privaten Online-Portal bezahlt hatte.

Die Polizei in Oberfranken meldet bei der Registrierung für das Land wiederholt Betrugsfälle. „Die Leute kennen sich nicht aus, sie sprechen möglicherweise kein Deutsch und landen auf einer solchen Seite“, sagte eine Sprecherin. „Dort füllen sie alle Daten aus und sollen am Ende bezahlen.“ In Oberfranken sind besonders Menschen aus der benachbarten Tschechischen Republik betroffen, der Betrug richtet sich jedoch an alle grenzüberschreitenden Pendler.

Die Polizei rät Ihnen daher, sich immer über das kostenlose Internetportal des Robert-Koch-Instituts zu registrieren. „Nur von dieser Website generierte Beweise werden für grenzüberschreitende Kontrollen akzeptiert“, sagte ein Sprecher des State Office of Criminal Investigation. Vorsicht ist jedoch geboten: Betreiber betrügerischer Websites verwenden ähnliche Internetadressen.

Wenn Sie für die Registrierung bei einem privaten Anbieter bezahlen müssen, bedeutet dies nicht automatisch, dass es sich um einen Betrug handelt, sagte der Sprecher des schwäbischen Süd / West-Polizeipräsidiums, Dominic Geißler. „Wenn es sich um einen Premium-Service handelt, zum Beispiel für Leute, die kein Deutsch sprechen, wäre es kein Betrug.“ In diesem Fall müssten Interessenten das Portal sorgfältig prüfen. Die Registrierung ist unproblematisch, „wenn Sie direkt auf die richtige Website gehen“, sagte Polizeisprecher Geissler.

© dpa-infocom, dpa: 210301-99-637766 / 2

dpa

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