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Zwischen Satire und investigativem Journalismus

Köln. Es gibt mehr lustige Dinge als einen Meilenstein-Geburtstag in Lockdown zu feiern. Auch Jan Böhmermann hat dies kürzlich bemerkt. „Ich feiere meinen 40. Geburtstag in Lockdown. Die Zeit wird in ein paar Tagen kommen. Ich weiß nicht einmal, was ich tue “, sagte er in seinem Podcast„ Fest & Fluffy “. In seinem Fall scheint es keine so große Frage zu sein. „Ich meine: Ich mache sowieso nichts, eigentlich immer. Aber jetzt mache ich noch weniger als sonst. „“

Wir wissen nicht viel darüber, wie es Jan Böhmermann privat geht. In der Schublade des Partytiers hätte man es jedoch erst bei diesem kleinen Blick sortiert. Böhmermann ist eher ein rationaler Typ, der sogar den Unsinn durchdenken kann, den er professionell für das Fernsehen produziert. Am Dienstag (23. Februar) wird der „blasse, dünne Junge“ tatsächlich 40 Jahre alt, unabhängig davon, ob er auf den Gips trifft oder nicht.

Seit November im ZDF-Hauptprogramm

Auch wenn 40 angeblich die neuen 30 sind, kann man sagen, dass Alter und Karrierestatus bei Böhmermann jetzt gut zusammenpassen. Seit November sendet er sein „ZDF Magazin Royale“ im ehrwürdigen ZDF-Hauptprogramm, nachdem er sich jahrelang auf dem kleinen Special-Interest-Kanal ZDFneo aufgewärmt hat. Böhmermann wählt ein Thema in dem Format aus, an dem er hart arbeitet. Die Show ist gut, ohne jede Woche eine neue Aufregung zu liefern. Es ist eine Mischung aus Satire und investigativem Journalismus.

Es gab Zeiten, in denen es anders war. Böhmermann sah jahrelang eher aus wie ein Medienkastenteufel, der selbst in der Nische auf magische Weise Aufmerksamkeit erregte. Im Jahr 2015 schlug er beispielsweise vor, einen „Finger“ in einen Clip des damaligen griechischen Finanzministers Gianis Varoufakis zu stecken und ihn als gefälschtes Video in die Welt zu setzen. Das Jonglieren war so perfekt, dass es zu völliger Verwirrung führte. Der Goldstandard in Böhmermanns aufregender Karriere ist nach wie vor das Gedicht „Schmähkritik“ über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, aufgrund dessen der Moderator vorübergehend unter Polizeischutz stand.

Die Erdogan-Ursache kann auch als Wendepunkt angesehen werden. Böhmermann wurde dann politischer, oft auch moralisierender. Immer wieder ließ er die fiktive Figur hinter sich und argumentierte ohne dumme Zwischenstufe. Sobald er ein Thema gefunden hat, kann er hineinbeißen. Es ist ihm egal, ob manche Leute denken, er sei ein Schmerz im Arsch. „Der Spiegel“ schrieb 2019, Böhmermann sei eine „Ikone der Linken“ geworden. Titel des Textes: „Der Narr ist ernst“.

„Gesellenzeit“ mit Harald Schmidt

Das wäre seinem Lehrer Harald Schmidt (63) nicht passiert. Von 2009 bis 2012 arbeitete Böhmermann für den Chefzyniker der deutschen Late Night, was wie eine Übergabe schien. Heute können wir eine humorideologische Distanz beobachten. Während seiner „Gesellenzeit“ mit Schmidt wurde ihm gesagt, er solle nicht verraten, was Sie wirklich denken, sagte Böhmermann 2020 gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Und wenn doch, wird es so ironisch, dass man nicht festgenagelt werden kann. „Aber das bringt dich nicht sehr weit.“

Böhmermann kommt im Gegensatz zu Schmidt aus dem Journalismus. Der Bremer Polizist war von 2002 bis 2004 freiwillig bei Radio Bremen. In Bezug auf seinen Job ist er inzwischen nach Köln gezogen, wo seine Show produziert wird. Er lebt jetzt auch im Rheinland.

Schon früh war klar, dass Böhmermann für normale Jobs nicht wirklich geeignet war. 2016 erzählte er der Deutschen Presseagentur von seinen Schultagen: „Natürlich war ich ein Exzentriker. Als ich 14 oder 15 Jahre alt war, trug ich lange Ledermäntel, seltsame Schals und exzentrische Kleidung und löste mich völlig, wenn es darum ging, in solch einer Schulkühle zu schwimmen. „“

Wer dies erlebt hat, sollte auch einen Geburtstag im Lockdown überleben.

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