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Schuleröffnungen in der Corona-Krise: Kinder und Jugendliche zuerst

Berlin. Die Auswirkungen von Virologen und Epidemiologen auf politische Entscheidungen im Jahr 2020 werden sicherlich eines Tages Gegenstand der Forschung sein. Geisteswissenschaftler werden diese Frage dann weiterverfolgen. Es ist offensichtlich, dass dieser Einfluss enorm war und bleiben wird. In der Zwischenzeit erregte sich das Unbehagen über den einseitigen Blick auf die Gefahren der Pandemie.

Auf der letzten Konferenz des Premierministers beispielsweise beschloss die Kanzlei, die Wissenschaftler, die die Regierung seit Beginn der Pandemie beraten hatten, nicht einzuladen. Man wollte sich nicht erneut dem Vorwurf aussetzen, dass die Entscheidungen hauptsächlich auf dem Rat dieser Experten beruhten.

Der durch das Coronavirus verursachte Schaden ist direkt in der Zahl der Todesopfer, auf Intensivstationen und in den mit ihren Langzeitschäden geheilten Personen zu sehen.

Der Schaden kann auch anhand von Wirtschaftsdaten wie Unternehmensinsolvenzen, Arbeitslosigkeit und kollabierenden Steuereinnahmen gemessen werden. Die langfristigen Spuren, die die Pandemie bei Kindern und Jugendlichen für ihre Ausbildung und in ihrer Seele hinterlässt, können nur in Zukunft gemessen werden. Klar ist jedoch, dass es negative Folgen gibt. Aus diesem Grund besteht Einigkeit darüber, dass Schulen und Kindertagesstätten zuerst eröffnet werden sollten.

In vielen Ländern werden Grundschulen wiedereröffnet

Diesen Montag werden in zehn weiteren Ländern wieder Grundschulen eröffnet. Es gibt entweder sogenannte Hybridstunden mit halben Klassen, die abwechselnd zur Schule kommen, oder volle Operationen mit festen Gruppen, die sich nach Möglichkeit nicht treffen sollten. Je nach Bundesland können mehr oder sogar alle in Kindertagesstätten zur Kinderbetreuung zurückkehren.

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Grundschulen und Kindertagesstätten sind in zehn Bundesländern geöffnet

Nach etwa zwei Monaten Schließung und Notfallversorgung werden nach Niedersachsen und Sachsen in weiteren zehn Bundesländern Kindertagesstätten und Grundschulen wiedereröffnet. © dpa

In der Regel müssen die älteren Schüler weiter im Homeschooling studieren – mit Ausnahme der Abschlussklassen. In Niedersachsen sind Grundschüler seit Januar wieder in den Schulen und in Sachsen seit Anfang dieser Woche. Auch die Kindertagesstätten im Freistaat sind seit Montag wieder geöffnet.

Dieser Schritt ist nicht nur von zentraler Bedeutung für die Bildung der Pandemiegeneration von Kindern und Jugendlichen. Eine bedeutende Anzahl jüngerer Kinder aus instabilen Familien ist auch darauf angewiesen, dass Lehrkräfte und Pädagogen genau prüfen, ob sie in den vielen Wochen körperlich und geistig intakt nach Hause gekommen sind.

Aus Sicht des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Malu Dreyer (SPD) ist es an der Zeit, die harten Nebenwirkungen der dauerhaften Sperrung stärker in die Entscheidungen von Bund und Ländern einzubeziehen. Der SPD-Politiker sprach sich für ein Beratungsgremium auf Bundesebene aus, „nicht nur von Virologen und Epidemiologen“. Wissenschaftler aus anderen Fachgebieten sollten ebenfalls vertreten sein, „die auch zu anderen Schlussfolgerungen kommen“, sagte sie am Sonntag gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Die aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts dämpfen jedoch die Hoffnung auf weitere Eröffnungen. An diesem Sonntag wurden 7.676 neue Fälle gemeldet. Das ist 1562 mehr als am letzten Sonntag. Die siebentägige Inzidenz, dh die Anzahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, stieg auf 60,2. Bisher war es das Ziel von Bund und Ländern, diesen Wert unter 50 zu senken, bevor weitere Eröffnungsschritte folgen können.

Wer öffnen will, muss Impfangebote machen.

Udo Beckmann, Leiter des Vereins für Bildung und Erziehung

Die Chefin der Grünen, Annalena Baerbock, sieht das ähnlich. Angesichts der aktuellen Entwicklung sollten keine neuen Bereiche eröffnet werden, sagte sie am Sonntag im Deutschlandfunk. Die dritte Welle droht. Die letzten Tage haben gezeigt, dass die Anzahl der Infektionen mit den Virusmutationen signifikant zugenommen hat, warnte Baerbock. Sie priorisiert auch Schulen und Kindertagesstätten. Die Folgen der Pandemie sind für die Kinder dramatisch. Hier muss die volle Aufmerksamkeit geschenkt werden, und es sollten regelmäßige Koronatests an den Kindern durchgeführt werden, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Allerdings sieht der Verband Bildung und Erziehung (VBE), diese Situation als besonders gefährlich für das Lehrpersonal. „Die Eröffnungen sind kein Wettbewerb, bei dem das Bundesland gewinnt, der die umfassendste Lockerung umsetzt und die Gesundheit aller Beteiligten maximal gefährdet“, sagte VBE-Chef Udo Beckmann gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Der föderale Maßstab muss sein, welches Land am besten geeignet ist, um Neuinfektionen zu verhindern“, forderte er.

Die Lehrergewerkschaft kritisierte: „Wenn die Schulen ab Montag weitgehend geöffnet sind, müssen sich die Lehrer manchmal ungeschützt in Situationen begeben, denen sich kaum jemand anderes stellen muss: Viele Haushalte befinden sich mehrere Stunden in einem Raum – im Klassenzimmer. Beckmann betonte weiter: „Wenn Sie öffnen wollen, müssen Sie Impfangebote machen.“

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Spahn: Auch in Deutschland könnte die britische Virusmutation dominieren

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn liegt die Verbreitung von Virusmutationen in Deutschland bereits bei über 23 Prozent. © Reuters

Bei ihrem Treffen am 10. Februar einigten sich die Bundeskanzlerin und der Premierminister auf einen Inspektionsbefehl zur Frage, ob Lehrer an Grundschulen und Mitarbeiter in Kindertagesstätten bevorzugt geimpft werden sollten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) versprach nun eine Präferenz für das Bildungspersonal.

Die Mitarbeiter in Grundschulen und Kindertagesstätten sollten bei der Priorisierung eine Gruppe höher auf die zweite Ebene verschieben. Dazu muss jedoch zunächst die Impfverordnung geändert werden. Darüber hinaus wird die Impfung der ersten Prioritätsgruppe, die älter als 80 Jahre ist, mindestens bis Ende März dauern.

SPD-Chef Esken greift Bildungsminister Karliczek an

Die Zwangslage für die Betreuung und Erziehung von Kindern während der Pandemie hat auch eine grundlegende Debatte über den Bildungsföderalismus ausgelöst. In den letzten Wochen gab es mehrere Forderungen nach mehr Einheitlichkeit und Klarheit in der Schulpolitik. Auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte sich für eine Änderung des Grundgesetzes ausgesprochen. Jetzt wurde sie von der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken hart angegriffen.

„Was macht Frau Karliczek eigentlich beruflich?“ Fragte Esken im Podcast „The School Lesson“ des RND. Die SPD-Vorsitzende erklärte, wenn der Bundesbildungsminister den Eindruck habe, „dass wir dringend die Strukturen ändern müssen und eine Änderung des Grundgesetzes erforderlich wäre, bin ich erstaunt, weil ich noch nichts davon gehört habe.“ „“

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte erklärt, sie wolle für eine Änderung des Grundgesetzes kämpfen, die es der Bundesregierung ermöglichen soll, künftig in Fragen der Schule und der Digitalisierung ordnungsgemäß mit den Bundesländern zusammenzuarbeiten. „Die Pandemie zeigt derzeit sehr, sehr deutlich, wo wir möglicherweise noch einmal über traditionelle Strukturen sprechen müssen“, erklärte Karliczek.

Der Druck, Öffnungen zuzulassen, ist groß

Abgesehen von den Eröffnungsschritten für Schulen und Kindertagesstätten wird die Sperrung mindestens bis zum 7. März dauern. Bund und Länder wollen am 3. März erneut diskutieren, wie es weitergehen kann. Diese Überlegungen dürften stark von den Wahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz am 14. März beeinflusst werden.

Trotz der steigenden Zahl besteht ein großer Druck, Eröffnungen zuzulassen oder zumindest einen klaren Plan vorzulegen, unter dem eine Wiederbelebung des öffentlichen Lebens möglich ist. Eine Reihe von strittigen Fragen und Misserfolgen im Kampf gegen die Pandemie wird an den Tisch kommen.

Der Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf, beklagte sich über ständige Fehler in der Koronakrise bei der Besetzung der Gesundheitsbehörden und forderte einen Runden Tisch zwischen Bund, Ländern und Kommunen. „Es ist schwer zu verstehen, warum ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie immer noch Personalmangel in den Büros herrscht“, sagte der CDU-Politiker.

Die Gesundheitsbehörden sind immer noch zu schlecht ausgerüstet. Es fehlt an Personal, um die neuen Infektionen zu verfolgen. Angesichts der aktuellen Zahlen sieht er keine Chance, weitere Eröffnungsschritte zu unternehmen. „Solange in sieben Tagen keine 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner auftreten, ist es schwierig, sich zu lockern.“

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