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Das Militär von Myanmar verhängte erneut Internetverbote

Naypyidaw. Die Generäle in Myanmar gehen nach dem Militärputsch weiterhin gegen Proteste vor. Nach brutalen Angriffen gegen friedliche Demonstranten schaltete das Militär nachts das Internet im ganzen Land wieder aus. Dies wurde von Aktivisten und Netzwerkmonitoren gemeldet. Aktuelle Lageberichte lagen daher nicht vor.

Am Montag protestierten Zehntausende Menschen im ganzen Land trotz der wachsenden militärischen Präsenz auf den Straßen gegen die neue Junta. Die Rettungskräfte gingen erneut brutal gegen die Demonstranten vor. Berichten zufolge ertönten in der nördlichen Stadt Mandalay Schüsse. Auch in vielen anderen Teilen des Landes, einschließlich der größten Stadt Rangun, widersetzten sich die Menschen den Drohungen der Armee. Sie forderten die Wiederherstellung der Zivilregierung von Aung San Suu Kyi.

Sicherheitskräfte in Myitkyina im Norden des Landes haben am Sonntag auf Teilnehmer einer Kundgebung geschossen. Am Wochenende waren Panzer in Rangun angekommen, und auch in anderen Teilen des Landes waren Militärfahrzeuge auf den Straßen unterwegs – offensichtlich, um die Bevölkerung einzuschüchtern.

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Gepanzerte Fahrzeuge auf den Straßen von Myanmar

Anfang Februar protestierten Hunderttausende erneut gegen den Militärputsch. © Reuters

Suu Kyi soll unter Hausarrest stehen

Das Militär, das das südostasiatische Land fast fünf Jahrzehnte lang mit eiserner Hand regiert hatte, hat in der Vergangenheit jeden Widerstand brutal niedergeschlagen. Erst vor zehn Jahren wurden vorläufige demokratische Reformen eingeleitet – bis zum Putsch in der Nacht zum 1. Februar. Der angebliche Auslöser sollten Unregelmäßigkeiten bei den Parlamentswahlen im November gewesen sein, die Suu Kyi eindeutig gewonnen hat. Nach dem Putsch etablierte das Militär zusammen mit vielen anderen Politikern die ehemalige Ikone der Freiheit. Der Friedensnobelpreisträger soll unter Hausarrest stehen.

Eine für diesen Montag geplante Gerichtsverhandlung, Suu Kyi, wurde auf Mittwoch verschoben, wie das Nachrichtenportal Frontier Myanmar unter Berufung auf Anwalt Khin Maung Zaw schrieb. Die Partei der Nationalen Liga für Demokratie (NLD) von Suu Kyi hat ihn zum Verteidiger der 75-Jährigen und zum verhafteten Präsidenten Win Myint ernannt. Die Anhörung sollte offenbar über einen Videoschalter erfolgen. Es ist fraglich, ob Suu Kyi danach freigelassen wird.

426 Personen bei Putsch festgenommen

Sie wird beschuldigt, gegen die Import-Export-Gesetze des Landes verstoßen zu haben. Bei einer Hausdurchsuchung kurz nach dem Putsch sollen in ihrem Haus Radios gefunden worden sein. Es wird geprüft, ob diese illegal in das Land gebracht wurden, hieß es. Win Myint wird beschuldigt, gegen die Corona-Anforderungen verstoßen zu haben. Berichten zufolge drohen beiden Politikern bis zu drei Jahre Gefängnis.

Berichten von Menschenrechtsaktivisten zufolge wurden seit dem Putsch in Myanmar mindestens 426 Personen festgenommen. Laut einer Erklärung der AAPP-Unterstützungsorganisation für politische Gefangene befinden sich 391 immer noch hinter Gittern.

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