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Klarer Fortschritt für Gaspipeline auf der Russland-Konferenz

Moskau / Berlin. Auf der achten Russland-Konferenz in Moskau am Dienstag stimmten verschiedene Politiker und Wirtschaftsexperten klar dafür, den Bau der Erdgaspipeline Nord Stream 2 fortzusetzen. Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sprach sich klar für das Projekt aus und sagte, dass seiner Meinung nach die Sicherheit der Energieversorgung für jedes Land absolute Priorität haben muss.

In diesem Zusammenhang erinnerte er an den Streit um den Erdgastransit und dessen Zahlung zwischen Russland und der Ukraine vor etwa 15 Jahren, als die deutsche Versorgung kurz in Frage gestellt wurde. Vor diesem Hintergrund nannte er es eine „Wahrnehmung legitimer nationaler Interessen“, wenn Deutschland versucht, „direkte Versorgungsbeziehungen ohne weitere Transitländer aufzubauen“. Er stimmt daher der deutschen Regierung in ihrer Position zu Nord Stream 2 ausdrücklich zu.

Angesichts der Kritik an dem Projekt aus ökologischen Gründen erinnerte Weil daran, dass Deutschland möglicherweise das einzige Land der Welt ist, das gleichzeitig aus der Atom- und Kohleenergie aussteigen will. Ohne Gas sei es mittelfristig nicht möglich, den Energiebedarf unseres Landes zu decken, sagte er.

Die Region Leningrad wirbt für massive Steuererleichterungen

Alexander Drozdenko, Gouverneur der Region Leningrad, förderte auf dem von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der Deutsch-Russischen Handelskammer (AHK) gemeinsam organisierten Forum Investitionen in seine Region, in der Siemens bereits Türme für Windkraftanlagen produziert. In Moskau. „Wir haben selbst kein Öl, keine Kohle oder kein Gas, aber dank unserer Häfen und der Nord Stream 1- und 2-Pipelines sind wir der Verkehrsknotenpunkt für Energie“, erklärte Drozdenko. Sie wollen nicht stehen bleiben, sie wollen sich weiterentwickeln und eine Strategie für die alternative Energieerzeugung verfolgen, zum Beispiel aus Wind- und Wasserkraft. Drozdenko versprach massive Steuererleichterungen für Unternehmen, die in diesem Bereich investieren wollen.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) machte wie Weil ein klares Argument für Nord Stream 2 und sagte, dass russisches Erdgas für Sachsen „äußerst wichtig“ sei, da es auch in diesem Staat verbraucht werde. Er lobte die jahrelange erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem russischen Energieversorger Gazprom und der in Leipzig ansässigen Handelsgruppe Verbundnetz Gas AG. Gleichzeitig plädierte Kretschmer dafür, die Kernenergie nicht endgültig zuzuschlagen. „Wir müssen den Generationen nach uns die Möglichkeit geben, neue Entscheidungen zu treffen“, sagte der CDU-Politiker und warnte, dass man auch in Deutschland „an den wissenschaftlichen und technischen Entwicklungen auf dem Gebiet der Atomenergie festhalten und das Thema weiterhin beobachten muss „.

Der CEO des Mineralöl- und Gaskonzerns OMV AG (Wien), Rainer Seele, bezeichnete Nord Stream 2 als ein zukünftiges Projekt mit Bedeutung für die „kommenden Jahrzehnte“. „Wir werden nicht in der Lage sein, ganz Deutschland mit Windkraftanlagen zu versorgen“, sagte Seele, Ehrenpräsident der AHK. Die Pipeline ist wichtig für die Energieversorgung Europas, ermöglicht aber auch Alternativen. Damit könnte zukünftig auch in Russland produzierter Wasserstoff nach Deutschland transportiert werden.

Weniger CO₂ durch Lagerung in unterirdischen Lagern?

„Insbesondere in Russland werden wir Fortschritte mit neuen Technologien machen, die in Deutschland derzeit nicht möglich sind“, sagte Seele unter Bezugnahme auf die deutsch-russischen Beziehungen und führte als Beispiel die Speicherung von CO₂ in der Erde an. Dies beinhaltet ein Verfahren zur Reduzierung der CO₂-Emissionen durch technische Trennung in Kraftwerken und dauerhafte Lagerung in großen unterirdischen Lagern. Das Ganze hat es bisher nur in der Test- und Pilotphase gegeben.

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Nord Stream 2: Arbeit in deutschen Gewässern beendet

Rund 150 Kilometer Pipeline fehlen noch. © Reuters

Umstritten ist die Nordsee-2-Ostsee-Pipeline, die künftig insgesamt 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas über zwei Rohre von Russland nach Deutschland transportieren wird. Die USA haben Sanktionen gegen die beteiligten europäischen Unternehmen verhängt und argumentieren, dass Europa „zu abhängig“ von Russland ist. Verschiedene Politiker in der EU fordern jetzt ein Einfrieren des Baus wegen der Inhaftierung des Kremlkritikers Alexei Navalny und wegen der Gewalt gegen Demonstranten, die seine Freilassung fordern.

Das Projekt, das bis heute rund 8 Milliarden Euro gekostet hat, wird von der Nord Stream 2 AG mit Sitz in Zug, Schweiz, verwaltet, die zur russischen Gazprom-Gruppe gehört. Darüber hinaus sind die Unternehmen Engie, OMV, Shell, Uniper und Wintershall Dea als Finanzinvestoren beteiligt.

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