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FDP schlägt „gesetzliche Aktienrente“ vor – wie soll das gehen?

Berlin. Die FDP will das deutsche Rentensystem grundlegend reformieren und die gesetzliche Rente nicht mehr nur über das Umlageverfahren organisieren. „Wir wollen eine gesetzliche Aktienrente nach schwedischem Vorbild vorstellen“, sagte der rentenpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Johannes Vogel, bei der Vorstellung des Konzepts in Berlin. Deutschland sollte in Bezug auf die Renten „vollständig von Schweden lernen“. Vogel sagte, es gehe darum, „eine Enkelrente zu bekommen“.

Das Umlage-Rentensystem funktioniert so, dass die arbeitende Generation die Leistungen der Rentnergeneration bezahlt – und damit das Recht erhält, dass die nächste Generation ihre Rente bezahlt. Die FDP schlägt nun vor, dass ein Teil dessen, was jemand zuvor als Rentenbeitrag gezahlt hat, stattdessen in eine gesetzliche Aktienrente fließen soll.

Das Beispiel Schweden

Vogel weist darauf hin, dass Schweden Ende der neunziger Jahre mit einem entsprechenden Fonds ein neues Element im Rentensystem eingeführt habe. Dies investierte 100 Prozent des Investitionskapitals in Aktien, hauptsächlich über globale Indexfonds. Der Fonds AP7 ist ein wesentlicher Bestandteil des schwedischen Rentensystems. Alle Versicherten in Schweden müssen 2,5 Prozent ihres Bruttoeinkommens in AP7 oder ein vergleichbares Finanzprodukt einzahlen. Der Beitragssatz für das Umlageverfahren in Schweden beträgt 16 Prozent – anstelle der vorherigen 18,5 Prozent.

Für Deutschland leitet die FDP folgenden Vorschlag ab: „Insbesondere denken wir daran, dass beispielsweise jede versicherte Person in Deutschland 2 Prozent ihres eigenen Bruttoeinkommens in die gesetzliche Aktienrente einzahlen muss – aufgeteilt in Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge ist in Deutschland üblich. “ Der Beitrag zur gesetzlichen Umlage sollte um genau den gleichen Prozentsatz gekürzt werden.

Die FDP argumentiert, dass die im internationalen Vergleich weniger ausgeprägte Aktienkultur in Deutschland normalen Bürgern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zu wenig vom Kapitalmarkt zugute kommt. Im vorgeschlagenen Modell kann das Risiko durch langfristige Investitionen begrenzt werden. In den Jahren unmittelbar vor der Pensionierung sollte das einzelne Vermögen dann schrittweise in einen zweiten Topf mit risikoärmeren Anlagen verlagert werden, damit kurzfristige Wechselkursschwankungen nicht auf Kosten der Pensionsansprüche gehen.

Der stellvertretende Vorsitzende der FDP-Fraktion, Christian Dürr, begründete den Vorschlag mit den Herausforderungen der alternden Gesellschaft, die das Pay-as-you-go-System an seine Grenzen bringen. Vor 50 Jahren hätten vier Beitragszahler eine Rente finanziert, heute gibt es zwei. „In den nächsten zehn Jahren wird dieser Anteil auf 1,4 Beitragszahler pro Rentner sinken“, warnte Dürr. Einerseits will die FDP mit der gesetzlichen Aktienrente darauf reagieren. Gleichzeitig ist eine gezielte Zuwanderung von Fachkräften in den deutschen Arbeitsmarkt erforderlich. Dürr hält eine Nettozuwanderung von 500.000 Menschen pro Jahr für wünschenswert – es geht um qualifizierte Einwanderer.

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