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Altmaier möchte mit Verbänden eine Corona-Eröffnungsstrategie erarbeiten

Berlin. Wirtschaftsminister Peter Altmaier und die Wirtschaft wollen Anfang März eine Eröffnungsstrategie für die nächsten Beratungen von Bund und Ländern zur Koronakrise entwickeln. Das sagte der CDU-Politiker nach dem „Wirtschaftsgipfel“ mit Verbänden am Dienstag. Es geht um Empfehlungen an die Ministerpräsidenten, sagte Altmaier. Verbände haben sich „verständlicherweise“ darüber beschwert, dass Unsicherheit eines der schwierigsten Dinge in der gegenwärtigen Situation ist.

Altmaier kündigte auch Verbesserungen bei den staatlichen Beihilfen an. Ein „Härtefonds“ sollte Ungerechtigkeiten beseitigen. Die Idee ist, dass die Länder einen bestimmten Betrag für einen solchen Fonds verwenden könnten. Außerdem sollen Obergrenzen für die Überbrückungshilfe III beseitigt werden. Bisher können sich Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020 bewerben. Altmaier sagte, er habe guten Kontakt zum Finanzministerium.

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Altmaier geht davon aus, dass sich die Koronaerholung 2022 fortsetzen wird

Bei der Präsentation des Wirtschaftsjahresberichts sagte Altmaier, dass die deutsche Wirtschaft bis Mitte 2022 wahrscheinlich wieder auf das Vorkrisenniveau zurückkehren werde. © Reuters

Der Wirtschaftsminister hatte sich mit Vertretern von rund 40 Verbänden ausgetauscht. Zuvor gab es massive Kritik an den mangelnden Aussichten für Sektoren wie das Gastgewerbe und den Tourismus sowie an der langsamen Umsetzung der Hilfe.

Die Sperrung mit der Schließung von Restaurants und vielen Einzelhandelsgeschäften wurde kürzlich von Bund und Ländern bis zum 7. März verlängert. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Bundesländer wollen am 3. März über das weitere Vorgehen diskutieren.

Ein „umfassender“ Ansatz

Altmaier sagte, die Ergebnisse der letzten Konsultationen der Bundesländer hätten nicht alle Teilnehmer der Runde am Dienstag überzeugt. Nach den Worten des Ministers wurde daher vereinbart, dass die Verbände zunächst einen Konsens darüber erzielen würden, wie eine Eröffnungsstrategie aussehen könnte, die auf bestimmten Kriterien beruhen sollte.

Es sollte sich nicht unbedingt um eine „Abfolge“ sektoraler Filialeröffnungen handeln, sondern um einen „umfassenden“ Ansatz, so Altmaier. Hygieneregeln spielten eine Rolle, aber auch Koronatests. Vertreter von Wirtschaftsverbänden machten auch klar, dass es nicht darum gehen sollte, welcher Bereich zuerst geöffnet werden kann.

Altmaier wird dann versuchen, ein gemeinsames Papier auf der Grundlage eines Konsenses zwischen den Wirtschaftsverbänden zu formulieren. Dies sollte dann in die Beratungen der Ministerpräsidenten einbezogen werden. Altmaier sprach von einer „begründeten Hoffnung“, dass es bei den nächsten Konsultationen der Bundesländer eine offene Perspektive für viele Bereiche geben könnte.

Vor den Konsultationen mit Altmaier hatten Wirtschaftsverbände vehement verlässlichere Pläne zur Lockerung der Beschränkungen gefordert. Die Konferenz musste mehr als ein „Trostgipfel“ sein, sagte der Geschäftsführer des Deutschen Handelsverbandes (HDE), Stefan Genth. Er erwartet echte Perspektiven und effektive Hilfspakete.

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Berlin: Jungunternehmer fordern einen Entspannungsplan

Angesichts der geringeren Anzahl von Infektionen fordert die Wirtschaft einen verbindlichen Plan zur Eröffnung von Unternehmen, die seit Monaten gewaltsam geschlossen sind. © Reuters

„Es müssen sichere Fahrkorridore geschaffen werden“

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser sagte nach dem Gespräch mit Altmaier: „Es war kein Trostgipfel.“ Der Einzelhandel hat in den letzten Monaten bewiesen, dass er selbst bei Vorfällen von über 50 oder 35 Jahren mit funktionierenden Hygienekonzepten sicherstellen kann, dass das Einkaufen nicht zum Hotspot wird. Die Inzidenzen beziehen sich auf die Anzahl der Neuinfektionen, die innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden.

Laut Vertretern von Verbänden sind landesweite kostenlose Schnelltests eine mögliche Perspektive für Eröffnungsschritte. Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Tourismusindustrie (BTW), Michael Frenzel, sagte, dass die Tourismusbranche vor allem eine Ausweisung von Risikobereichen im In- und Ausland benötige. „Es müssen sichere Fahrkorridore geschaffen werden.“ Die obligatorische Quarantäne nach Rückreisen aus Ländern mit geringerer Inzidenz muss beendet werden.

Der Präsident des Hotel- und Restaurantverbandes (Dehoga), Guido Zöllick, sagte, die Kriterien für eine Eröffnung müssen verständlich, angemessen und verständlich sein. Er ist überzeugt, dass die Gastronomie vor Ostern wieder geöffnet werden kann. Angesichts der langen Sperrung sagte Zöllick, der Bedarf in der Hotellerie sei enorm.

Verbesserungen an den Überbrückungshilfen

Die Wirtschaftsverbände forderten jedoch weitere Korrekturen der Corona-Hilfe. „Die Hilfe mildert die massiven Folgen der Krise, aber auf lange Sicht ist es natürlich zu wenig (…), um die Unternehmen im Land zu retten“, sagte Frenzel.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser appellierte auch an die Regierung, die Ungleichbehandlung von Handel und Gastronomie zu beenden. „Der Handel erhält keine Dezember-Hilfe, die eine großzügige Verkaufsvergütung gewährleistet“, beklagte er sich.

Vor allem forderte der Dehoga Verbesserungen der Brückenhilfe III, die letzte Woche begonnen hatte. „Es ist auch wichtig, dass die Erstattung der tatsächlichen Personalkosten berücksichtigt wird und nicht nur eine Pauschale von 20 Prozent“, sagte Präsident Zöllick. Darüber hinaus ist es wichtig, dass die erstattungsfähigen Fixkosten auf 100 Prozent erhöht werden.

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