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Sachsen kürzt die Mittel für die Integration von Flüchtlingen in den Sport

Leipzig. Sachsen kürzt die Mittel für die Integration von Flüchtlingen in den Sport (FIF) vollständig. Kurz vor Weihnachten erhielt der Landessportbund Sachsen von Dresden die Information, dass im kommenden Doppelbudget 2021/22 keine Mittel mehr für das Programm zur Verfügung stehen würden. Einer war „schockiert“ von der Aussage, sagte Marko Arsenijevic, der amtierende Projektmanager des SPORTBUZZER.

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Das FIF besteht seit 2015 und wird vom sächsischen Innenministerium finanziert. Mit einer finanziellen Ausstattung von 500.000 Euro pro Jahr wurden bisher 13 Bezirks- und Stadtsportverbände unterstützt. Sie beschäftigen Integrationsführer, die als erste Anlaufstelle Sportvereine beraten und unterstützen, wenn es um das noch immer sehr aktuelle Thema „Integration durch Sport“ geht. Darüber hinaus werden jedes Jahr Sportvereine als Leuchtfeuer der Integrationsarbeit und Veranstaltungen mit integrativem Bezug unterstützt.

Ziel des Programms ist es, Menschen mit Migrationshintergrund nachhaltig in die Gesellschaft zu integrieren. Das bedeutet eine konkrete Willkommenskultur, die Fremdenfeindlichkeit reduziert. Keiner dieser Aspekte ist allein im Zusammenhang mit dem Sport wichtig. Vielmehr sollten die Netzwerke vom Sport in die Gesellschaft übergehen. Laut Marko Arsenijevic wurden „nachhaltige Integrationsstrukturen“ geschaffen.

Eine Person arbeitet seit 2015 im Landessportbund, koordiniert das Programm hauptberuflich, kümmert sich um die Qualifizierung und Vernetzung der Integrationsleitfäden, kommuniziert mit dem Innenministerium und übernimmt die administrative Arbeit. Zusammen mit dem Bundesprogramm „Integration durch Sport“ konnten sächsische Sportvereine „besonders ideale, materielle und finanzielle Unterstützung erhalten“.

Was seit fünf Jahren im Freistaat passiert, droht mit der ersatzlosen Annullierung der Mittel zu verschwinden. Was sind die spezifischen Konsequenzen? Die Punkte, die Arsenijevic nennt, führen zu einer langen Liste. Zusätzlich zu den Positionen für Integrationsleitfäden gehen mehr als 3700 Stunden Beratung verloren, ebenso wie die Netzwerke mit Erstaufnahmeeinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünften, gemeinsamen Wohlfahrtsverbänden, Schulen, Migrationsdiensten und Kommunen. Die 20 Basisverbände erhalten keine Finanzierung mehr und Veranstaltungen werden abgesagt.

Die geplante Null im Haushalt, die im Mai beschlossen werden soll, deutet darauf hin, dass die interkulturelle Öffnung des Sports in sächsischen Sportvereinen erfolgreich abgeschlossen wurde, eine fatale Fehleinschätzung in Dresden, die dringend überarbeitet werden muss. Nach dem Motto: „Vielfalt mit Fairplay verbinden“.

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