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Deutsche Ski-Asse greifen in der Abfahrt an

Gut gelaunt und voller Zuversicht standen Romed Baumann und Thomas Dreßen im sonnenverwöhnten Zielbereich der Vertigine und unterhielten sich. Aus Baumanns sensationellem Silberritt im Super-G.

Aus dem kleinen Sektempfang, den der 35-Jährige nach seiner Rückkehr ins Teamhotel erhielt. Aus ihren Eindrücken vom ersten Downhill-Training auf der neuen Strecke in Cortina d’Ampezzo. Und über ihre Aussichten für das Rennen am Sonntag, den Höhepunkt der Speedfahrer bei den Ski-Weltmeisterschaften in Italien. In dem das deutsche Team mindestens zwei, möglicherweise sogar drei Anwärter auf die Spitzenplätze schicken wird.

„Ich habe sehr gut geschlafen“, sagte Baumann, nachdem er am Vortag zum besten deutschen Super-G-Weltcup-Ergebnis der Geschichte gefahren war. Er sei „etwas schwerer aus dem Bett zu kommen“. Immerhin war sein Erfolg besonders emotional – weniger als zwei Jahre nach dem nicht ganz freiwilligen Wechsel vom österreichischen, wo er nicht mehr gefragt war, zum deutschen Verband. Und doch sah er am Freitagmorgen wieder hell aus. Er und Dreßen hatten am Morgen die Strecke inspiziert. Weil die Teamkollegen längst „Freunde“ geworden sind, wie Dreßen betonte.

Für den 27-Jährigen war das Training am Freitag einer von zwei Ausdauertests, bei denen er am Sonntag die nötige Form für die Abfahrt bekommen möchte. Es wäre sein erstes Rennen in diesem Winter nach einer Hüftoperation Ende November. Und der Eindruck, den Dreßen bei seinem ersten Auftritt in Cortina machte, war sehr vielversprechend. Genau wie Baumann und Andreas Sander war der fünfmalige Weltcup-Sieger trotz der herausfordernden und kontroversen Kurslage genau richtig.

„Es war ein Kampf für mich dort unten. Aber ich muss sagen, dass ich mit der Fahrt sehr zufrieden bin“, berichtete Dreßen. „Ich weiß, dass noch viel Zeit übrig ist. Das war sicherlich nicht das Ende der Geschichte.“ Für ihn war es wichtig, „dass ich im Vergleich zu Garmisch den nächsten Schritt mache“, wo er erst kürzlich als Vorläufer angefangen hatte. Ein weiterer sollte am Samstag im Training folgen, gefolgt von der Entscheidung, am Sonntag zu beginnen.

Die Hüften verursachen „überhaupt keine Probleme“, hatte Dreßen bereits während der Woche gesagt. Und das Knie, das zuletzt etwas eingeklemmt hatte, spielte diesmal wieder mit. Der Kitzbüheler Meister von 2018 wirkt motiviert und entspannt zugleich – wie das gesamte deutsche Team.

Denn der wirklich große Druck bei dieser Weltmeisterschaft ist nach Baumanns Putsch schon weg. „Die deutschen Erwartungen sind nicht so hoch, dass Sie mit dem fünften Platz zufrieden sind, ich habe es lange genug durchgemacht“, sagte der erleichterte Alpenchef Wolfgang Maier. „Aber egal wie diese Weltmeisterschaft endet: Wir werden mit einer Medaille nach Hause gehen und wir werden mit einer kleinen Sensation nach Hause gehen.“

Vielleicht macht auch der eine oder andere mit. In der Abfahrt wird Baumann noch stärker bewertet als im Super-G, Dreßen sowieso. Und selbst Sander hat das Zeug, an einem guten Tag unter die Top 5 zu kommen, wie er bereits in dieser Saison bewiesen hat, als er auf dem legendären Streif Fünfter wurde. Darüber hinaus „gibt die Baumann-Gala“ dem Team natürlich einen Schub „, erklärte Sander,“ und ich versuche, das mitzunehmen. „

Die deutschen Speedmänner, zu denen auch Simon Jocher und Dominik Schwaiger in den Dolomiten gehören, haben es voll in die Weltmeisterschaft geschafft – und gehören nach ihrem Traumstart nun zu den noch engeren Favoriten. „Wir haben immer Spaß am Training und eine coole Teamstruktur“, sagte Baumann. „Jeder behandelt den anderen mit etwas. Aus Freude passiert etwas Gutes.“ Er hat es bereits bei dieser Weltmeisterschaft selbst bewiesen. Und vielleicht war das nur der Anfang.

© dpa-infocom, dpa: 210211-99-405541 / 5

dpa

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