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„Du kannst keinen Respekt schreien“

Berlin. Was ist der Hauptpunkt, in dem sich die Schule der Zukunft von der heutigen unterscheiden sollte?

Wir müssen uns von dieser Druckbeziehung lösen. Mein Wunsch ist es, dass die Schüler gerne zur Schule gehen – und das nicht nur, weil Mama und Papa sagen: „Steh auf, du musst zur Schule gehen.“ Wenn die Schule wirklich gut ist, sagen Kinder und Jugendliche: „Ich kann mich hier mit Themen befassen, für die ich eine Leidenschaft habe. „“

Wie können wir das machen?

Ich denke, dass dies am besten in einer Schule möglich ist, in der der Fokus auf Zusammengehörigkeit liegt. Dies ist keine Schule, in der Lehrer hauptsächlich vorne sind und Frontalunterricht geben. Aber eine, in der Studenten gemeinsam an Projekten arbeiten können, aber auch viel unabhängig.

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Wissenschaftler halten offene Schulen in Corona-Zeiten für möglich

In einer neuen Richtlinie betrachten Experten das Risiko als mit strengen Hygienevorschriften beherrschbar. © Reuters

Gibt es nicht auch Studenten, die stärker auf klare Richtlinien angewiesen sind?

Ja natürlich. Jeder sollte so viel Unterstützung bekommen, wie er braucht – aber auch die Chance auf Freiheit, wenn er glaubt, dass er kann. Die Schule sollte kein Paket sein, das bereits mit nahezu identischen Inhalten für alle gefüllt ist, sondern eines, das insbesondere junge Menschen zunehmend selbst packen können.

Welche Rolle sollte digitales Lernen dabei spielen?

Eine große Rolle – aber es ist wichtig, dass digitales Lernen bewusst eingesetzt wird. Die Idee der digitalen Schule kann nicht sein, dass jeder nur mit einem Tablet herumläuft oder die ganze Zeit auf seinem Handy spielt. Ich denke, der Punkt ist, dass sich die verschiedenen Ressourcen gut ergänzen müssen. Einige Dinge sind technisch besser, andere nicht. Persönlich habe ich auch gerne ein Buch in der Hand.

Was für ein Mensch ist der Lehrer der Zukunft?

Lehrer sind anders – und das macht sie so attraktiv. Es ist gut, dass Lehrer Menschen sind, keine Roboter. Aus meiner Sicht ist ein guter Lehrer einer, der nicht darauf bestehen muss, der Chef im Klassenzimmer zu sein. Du kannst dich nicht respektieren. Lehrer erhalten Respekt, insbesondere wenn sie sich wirklich für ihre Schüler interessieren und gleichberechtigt mit ihnen kommunizieren.

Brauchen wir mehr Lehrer, damit die Schule der Zukunft erfolgreich sein kann?

Ja. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir den Lehrern bessere Arbeitsbedingungen bieten müssen, um genügend Menschen für diese Arbeit zu gewinnen. Ehrlich gesagt würde ich kein Lehrer sein wollen. Es ist wirklich schwierig, in einem Klassenzimmer vor 28 oder 29 Schülern zu stehen. Guter Unterricht und individuelle Unterstützung können nur gelingen, wenn in kleineren Klassen gelernt wird.

Wird die Schule in 20 Jahren wirklich besser?

Hoffentlich. Aufgrund der Not in Zeiten der Corona, zumindest mit der Digitalisierung, besteht jetzt der Druck, dass sich etwas bewegt. Politiker dürfen das Thema nicht noch einmal ignorieren, sobald die Pandemie abgeklungen ist. Nur wenn Deutschland ausreichend in seine Schulen investiert, kann es für alle faire Chancen geben.

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