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15.974 neue Koronainfektionen, 1148 neue Todesfälle in 24 Stunden

Berlin. Die deutschen Gesundheitsbehörden meldeten innerhalb eines Tages 15.974 neue Koronainfektionen an das Robert Koch-Institut (RKI). Darüber hinaus wurden innerhalb von 24 Stunden 1148 neue Todesfälle verzeichnet, wie der RKI am Mittwochmorgen bekannt gab. Vor genau einer Woche hatte der RKI innerhalb von 24 Stunden 19.600 Neuinfektionen und 1060 neue Todesfälle verzeichnet.

„Nach einem starken Anstieg der Fallzahlen Anfang Dezember, einem Rückgang in den Ferien und einem erneuten Anstieg in der ersten Januarwoche ist die Zahl der Fälle in den meisten Bundesländern (aber nicht in allen) leicht rückläufig.“ „schrieb der RKI am Dienstagabend in seinem Managementbericht. Das Hoch von 1.244 neuen Todesfällen wurde am Donnerstag erreicht. Bei Neuinfektionen, die innerhalb von 24 Stunden registriert wurden, wurde am 18. Dezember mit 33.777 der höchste Wert gemeldet – dieser enthielt jedoch 3500 verspätete Meldungen.

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15.974 neue Koronainfektionen und 1148 neue Todesfälle

Das Robert Koch-Institut verzeichnete an einem Tag 15.974 neue Koronainfektionen und 1148 neue Todesfälle. © dpa

Die Gesamtzahl der Infektionen dürfte signifikant höher sein

Die Zahl der Neuinfektionen, die innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohner gemeldet wurden (Inzidenz von sieben Tagen), betrug laut RKI am Mittwochmorgen 123,5. Sein bisheriges Hoch wurde am 22. Dezember bei 197,6 erreicht. Die Zahl schwankte danach und ist seit einigen Tagen wieder gesunken. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind derzeit jedoch enorm: Thüringen weist mit 237,7 die höchsten Inzidenzen und Brandenburg mit 208,8 die höchsten Inzidenzen auf. Bremen hat mit 78,5 den niedrigsten Wert.

Das RKI hat seit Beginn der Pandemie (Stand 20. Januar 00:00) in Deutschland 2.068.002 festgestellte Infektionen mit Sars-CoV-2 gezählt. Die tatsächliche Gesamtzahl ist wahrscheinlich signifikant höher, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Gesamtzahl der Menschen, die mit oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 starben, stieg auf 48.770. Der RKI gab an, dass sich die Zahl der geborgenen Menschen auf rund 1.741.800 beläuft.

Die Reproduktionsnummer sollte unter 1 liegen

Laut dem RKI-Lagebericht vom Dienstagabend betrug der landesweite 7-Tage-R-Wert 0,87 (Vortag: 0,89). Dies bedeutet, dass 100 infizierte Personen theoretisch 87 weitere Personen infizieren. Der Wert gibt das Auftreten der Infektion vor 8 bis 16 Tagen an. Wenn es längere Zeit unter 1 liegt, lässt der Infektionsprozess nach.

Der vom RKI täglich berechnete R-Wert bezeichnet die effektive Reproduktionszahl. Es ist Ausdruck des Gleichgewichts zwischen dem infektionsvermeidenden Verhalten der Bevölkerung und der Infektiosität des Virus selbst. Der geschätzte Wert bezieht sich auf die Situation vor ungefähr eineinhalb Wochen. Um ein exponentielles Wachstum zu vermeiden, sollte der Wert unterhalb der kritischen Grenze von 1 stabil sein.

Bei der Bewertung der Maßnahmen sind auch die Kapazitäten von Intensivbetten, Ausrüstung und Personal wichtig. Der Deutsche Interdisziplinäre Verband für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat zuletzt in 471 Krankenhäusern in Deutschland 4947 Koronapatienten registriert, die eine Intensivpflege benötigen. 58 Prozent der Corona-Intensivpatienten müssen künstlich beatmet werden. Darüber hinaus verzeichnete DIVI 22.607 besetzte Intensivbetten. 4424 Betten sind noch verfügbar.

Dies muss bei der Beurteilung der Infektionssituation berücksichtigt werden

Am 11. November änderte das RKI seine Empfehlungen für die Testkriterien. Dies bedeutet, dass nur Personen mit schweren, korona-typischen Symptomen und Kontaktpersonen von Covid 19-Patienten getestet werden sollten. Dies könnte die Anzahl der nicht gemeldeten Korona erhöhen, da infizierte Personen mit milden Symptomen nicht mehr registriert werden.

Mit der neuen Teststrategie steigt die Anzahl der durchgeführten Tests wieder an. Während in der ersten Dezemberwoche rund 1,3 Millionen Tests durchgeführt wurden, gab es in der zweiten Dezemberwoche rund 1,5 Millionen Tests.

Die positive Rate spielt auch eine Rolle bei der Beurteilung der Infektionsrate in Deutschland. Diese Kennzahl gibt an, wie viele der durchgeführten Koronatests tatsächlich positiv sind. Wenn die positive Rate steigt, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Infektionsrate steigen könnte.

Jeden Mittwoch veröffentlicht der RKI die neu berechnete positive Rate in seinem Lagebericht. Die Rate ist seit Anfang September gestiegen: Während 0,86 Prozent der Tests in der 37. Kalenderwoche (7. bis 13. September) positiv waren, waren es Mitte November rund neun Prozent. In der 50. Kalenderwoche (7. bis 13. Dezember) waren es rund 11,5 Prozent.

Ein positiver Koronatest sagt nichts über Infektiosität aus

Wenn ein Koronatest positiv ist, bedeutet dies, dass die getesteten mit Sars-CoV-2 infiziert wurden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie auch infektiös sind und andere infizieren können. Das Infektionsrisiko hängt von der Virusmenge ab.

Die Viruskonzentration beschreibt den sogenannten Ct-Wert. Je höher diese Zahl ist, desto niedriger ist die Viruskonzentration und desto weniger wahrscheinlich ist es, dass der Infizierte andere Menschen infizieren kann. Der RKI weist darauf hin, dass der Ct-Wert je nach Probenahme- und Testmethode variieren kann.

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