Das Leipziger Elsterbecken ist entblößt – Stadt Leipzig

Bei der letzten großen Überschwemmung im Juni 2013 wurden rund 100.000 Kubikmeter Sand und Kies in das Becken gebracht. Diese werden jetzt in Abschnitten gelöscht. Ziel ist es, die Abflussbedingungen bei Ebbe und Flut sowie die Lebensbedingungen für Wasserlebewesen deutlich zu verbessern. Der resultierende Schilfgürtel bleibt zurück und kann sich weiterentwickeln. Dies bedeutet, dass das Wasser gemäß der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie ökologisch aufgewertet wird. Alle Arbeiten werden von einem ökologischen Bauleiter und Fischereiexperten überwacht.

In diesem Jahr sollen rund 10.000 Kubikmeter Sedimente aus dem Becken entfernt werden. Der Abschnitt verläuft zwischen der Landau-Brücke und dem Wasserzweig zum Nahle. Die Freigabe in diesem Bereich ist notwendig, um die Wasserverteilung im Nahle und im Burgauenbach zu gewährleisten.

Ein Saugspülprozess wird verwendet. Mit Hilfe einer 1,6 Kilometer langen Spülleitung werden die Ablagerungen direkt in das Sedimentationsbecken in Möckern transportiert. Große, nicht spülbare Feststoffe werden vorübergehend auf der sogenannten Schneedeponie nördlich der Landauer Brücke gelagert und von dort per LKW zu einer Entsorgungsanlage transportiert.

Hintergrundinformation

Das Elsterbecken in Leipzig wurde zwischen 1913 und 1925 zum Schutz vor Überschwemmungen errichtet. Gleichzeitig diente sie wie die Hamburger Innenalster als städtebauliches Element. An den Ufern des damals größten Gewässers der Region wurden Parks, Badebereiche und Bootshäuser sowie später das Leipziger Zentralstadion errichtet.

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